Die preisgekrönte Regisseurin Tini Tüllmann («Freddy/Eddy») ist überzeugt, dass ein ARD-«Tatort» auch in Streaming-Zeiten eine besondere Rolle für Filmemacher einnimmt. «Es ist immer noch das Schlachtschiff und für Regisseure weiterhin ein Ritterschlag», sagte Tüllmann der Deutschen Presse-Agentur. «Bevor man nicht den ersten "Tatort?"gemacht hat, kommt man in Auswahlgesprächen auch für internationales Streamen oft gar nicht infrage.» Nach ihrem «Tatort»-Debüt 2022, «Spur des Blutes» für die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk, ist am 26. Januar nun ihr zweiter «Tatort» zu sehen: «Das Ende der Nacht» des Saarländischen Rundfunks mit dem Ermittler-Team rund um Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer). Dass diese zweite «Tatort»-Regie eine besondere Bedeutung für weitere Aufträge hat, glaubt Tini Tüllmann jedoch nicht: «Das Entscheidende ist, dass man überhaupt den Ersten gemacht hat. Damit hat man sozusagen schon das große Regie-Abzeichen gemacht», sagte sie. Bei allen Fällen danach sei es wichtig, dass man da nichts «versaue». «Da könnte es dann höchstens eine Wendung in der Karriere geben, wenn es schiefgeht.» Die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei ihr passieren könnte, ist jedoch äußerst gering: Für die Schauspieler Sträßer und Burlakov zählt «Das Ende der Nacht» neben «Das Herz der Schlange» (2022) zu den persönlichen Favoriten der bisherigen sechs Fälle.
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